Project:Komakino
»The Struggle For Utopia«
[Desire / Broken Silence / VÖ: 22.01.2010 ]
Text:
Klaas Tigchelaar
Nachzügler im großen Joy-Division-Impersonator-Marathon mit einigen verdienten Höhepunkten und etwas Ödnis.
Gestartet als Ein-Mann-Projekt des Briten Kris Kane, welches 2007 im Experimental Circle Club in Essex Premiere feierte. Herr Kane verspürte bald darauf das Bedürfnis nach Band-Rückendeckung und schuf kurzerhand eine vierköpfige Erfahrung jenes düsteren Sounds, auf den der Bandname schon verweist: Joy Division. Klingt fürwahr wie nebenan gewohnt.
Verhallte Gitarren in Moll, ein rustikal durchmarschierendes Schlagzeug, ein sonorer Bass und eine etwas kehlig bis maximal bedeutungsschwangere Stimme. Doch Kane macht kein bloßes Plagiat, suhlt sich vielmehr im melancholischen Moll der Urväter, kommt mit weniger Tönen und weniger Abwechslung klar, hat klaren Kurs gesetzt und hängt bestimmt lieber heimlich im schweigsamen Rollkragen-Club ab, als auf irgendeinem überfüllten Friedhof rumzulümmeln. Ein wenig langweilig wird es aber irgendwann trotzdem, denn bloß Attitüde, alte Klang-Schablonen und ein wenig Kajal machen eben doch keinen artist of the week. Und 13 Tracks sind dafür eindeutig ein halbes Dutzend zu viel.
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