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Amy Millan

»Masters Of The Burial«

[Arts & Crafts / Al!ve / VÖ: 23.10.2009 ]

Text: Verena Reygers

War ihr Debüt "Honey From The Tombs" vor drei Jahren noch mit schrammelndem Countryrock'n'Twang angereichert, verströmt ihr neues Album eine beinahe zeitlose Bewegungslosigkeit. Platz für Überraschungen bleibt da nicht.

Über die Songs auf ihrem neuen Album "Masters Of The Burial" sagt Amy Millan, sie seien in einer Zeit entstanden, in der sie versucht habe, der Bedeutung von "zu Hause sein" auf den Grund zu gehen. Musikalisch führt diese Suche die Sängerin der Stars in ruhige Gefilde: Banjo und Fidel bestimmen den nostalgischen Folk auf Millans zweiter Soloplatte. War ihr Debüt "Honey From The Tombs" vor drei Jahren noch mit schrammelndem Countryrock'n'Twang angereichert, verströmt ihr neues Album eine beinahe zeitlose Bewegungslosigkeit. Platz für Überraschungen bleibt da nicht, trotzdem: Millan schafft eine Atmosphäre, in der die Sehnsucht den unwiderstehlichen Sog ausübt, sich mit der Einsamkeit zu versöhnen.


Dafür braucht Millan weder Drama noch Pathos: Mit morbider Sanftheit nähert sich die Kanadierin den Antworten zu ihren existenziellen Fragen, ohne im Gefühlskitsch zu versinken. Unterstützung findet sie unter anderem bei Feist, deren Stimme mancherorts an die eigenen frühen Songs erinnern lässt. Während Feist sich aber bei Tage durch Wiesen und Wälder geschlagen hat, verkriecht sich Amy Millan auf "Masters Of The Burial" in die von Kerzenschein erzeugten Schatten der Nacht. Decke über den Kopf ziehen erlaubt.

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