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»Turning The Mind«

[Mute / Rough Trade / VÖ: 23.10.2009 ]

Text: Henrik Drüner

Man kann in diese Musik problemlos mit den ersten Takten eintauchen und erwacht erst wieder, wenn die letzte Piano- oder Synthietaste losgelassen wurde.

Schon mal die MySpace-Kommentare gelesen, die Traumverlorene bei Boards Of Canada, Two Lone Swordsmen oder Artverwandten hinterlassen? Allem Anschein nach besteht ein immenses Bedürfnis nach musikalischer Seelenmassage. Was das alles mit James Chapman und seinem Maps-Projekt zu tun hat? Auch hier herrscht Schwebezustand vor, alles unwirklich, irgendwie geisterhaft, die Nacht gehört uns. Man kann in diese Musik problemlos mit den ersten Takten eintauchen und erwacht erst wieder, wenn die letzte Piano- oder Synthietaste losgelassen wurde.


Schon das Debütalbum "We Can Create" vollführte diese Downtempo-Flüstereien, aufgenommen in Chapmans winzigem Schlafzimmer, produziert auf einer isländischen Mondbasis am Rande des Ungewissen. Mit "Turning The Mind" perfektioniert der 30-Jährige seinen elegischen Traum-Pop, kombiniert butterweiche Vocals, harmonische Sounds und geschmirgelte Akkordverbindungen. Man kann sich "Let Go Of The Fear" oder "I Dream Of Crystal" schon als Untermalung von TV-Dokus sämtlicher Couleur bzw. emotionalisierter Jahresrückblicks-Szenarien vorstellen.


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