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Charlotte Hatherley

»New Worlds«

[Little Sister / Rough Trade / VÖ: 16.10.2009 ]

Text: Klaas Tigchelaar

"New Worlds" distanziert sich souverän weiter vom Haudrauf-Pop der alten Gemeinde, ist dadurch ein recht sympathisches Album geworden.

Ja, gut, sie ist immer noch für männliche Schmacht-Seufzer aus alten Ash-Zeiten gut. Vielleicht auch, weil sie dort neben Bandchef Wheeler öfter mal die Soli spielen durfte, Unsterblichkeits-Bonus quasi. In der Zwischenzeit ist sie nun aber auch beim dritten Soloalbum und einer ganzen Menge mehr angelangt. Sie kollaborierte mit The (International) Noise Conspiracy, sang ein Duett mit Kim Wilde und war als Live-Musikerin mit Bat For Lashes unterwegs. "New Worlds" distanziert sich souverän weiter vom Haudrauf-Pop der alten Gemeinde, ist dadurch ein recht sympathisches Album geworden, welches trotzdem in alten Gitarren-Riffs und angestaubtem Britpop-Inventar wuseln darf.


Die zu Recht ausgekoppelte Single "White" sowie das kurz vor Schluss reingerollte "Cinnabar" sind die offensichtlichen Highlights, aber trotz aller 90er-Indie-Reminiszenzen kann man auch beim Rest kein wirklich böses Wort für Frau Hatherley finden. Ruppiges Bastardo-Gitarrengeschwinge ist mit diesem Album endgültig vorbei, aber der gepflegte Gitarrenpop mit gesteppter Kante hat durchaus auch seinen Charme.

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