The Bloody Beetroots
»Romborama«
[Downtown / Coop / Universal / VÖ: 16.10.2009 ]
Text:
Roman Sobota
Die Bloody Beetroots setzen auf Masse und (Latex-) Masken und wollen mit ihrem Album die Lücken zwischen "Pop, Punk, Electro, Acid, HipHop, Klassik, House und Techno" (Presseinfo) schließen.
Wer jauchzt, wenn was fetzt, nie ohne Faust tanzt und auch sonst leidenschaftlich hobbyhoolt, kann hier neue Freunde adden. Die Bloody Beetroots setzen auf Masse und (Latex-) Masken und wollen mit ihrem Album die Lücken zwischen "Pop, Punk, Electro, Acid, HipHop, Klassik, House und Techno" (Presseinfo) schließen. Dieses Stil-Kaleidoskop entpuppt sich allerdings schnell als Beliebigkeit im Gabber-Neopren.
Auf durchgehend straighte Bassdrum wird nicht etwa zitiert, sondern Verweis auf Verweis gekeult. Hello again Dominatorsound ("I Wonna Kiss Myself"). Hello again Sampleklassiker ("We're gonna do a song that you never heard ..."). Dazwischen Rap-Ähnliches sowie leichte Klassik. Was "C.S.I. Miami"-Beschaller Sir Bob Rifo als Bastard von Misfits und Daft Punk verstanden wissen will, ist tatsächlich eher Kind von Klingeltonfrosch und Rondo Veneziano. Trotzdem sind es weniger die musikalischen Pfauenräder als vielmehr die Arrangements, die "Romborama" schwierig machen. Die Tracks haben insgesamt kaum Aufbau und ändern zudem oft alle zwei bis vier Takte grundlos Stimmung und Richtung. Das Ergebnis mag funktionieren - auf der Führerscheinfete oder nachts in Abu Ghuraib.
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