Die Art
»Für immer und ewig«
[Brachial Pop / Rough Trade / VÖ: 02.10.2009 ]
Text:
Sandra Brosi
[7 Kommentare]
Subway To Sally, Schandmaul oder In Extremo unter Wasser. Die Art setzen nicht mehr auf Systemkritik, sondern auf Seefahrer-Pathos.
Nach dem Konkreten kommt das Fantastische. Im Falle von Die Art die Seefahrts-Romantik. Wo die Band einst für Unruhe und ästhetische Abwege stand, bemüht man heute im Info die explizite Beschreibung: "ohne Experimente". Nun, passt doch eigentlich - denn auch Adenauer war ein Gegenspieler der DDR. Die DDR, in der Die Art 1986 gegründet wurden und sich rechtschaffen ihren Status als Untergrund-Act gegen die real existierende Repression erkämpfen mussten. Das machte sie auf ewig glaubwürdig - auch wenn, wie schon angedeutet, der Wind heute komplett anders weht.
Ein politisches Statement will die Band dabei längst nicht mehr sein, die Phase nach der Reunion geht um düsteren Rock mit dicken Gitarren und Pathos in Wort und Bild. Wie einst Apocalyptica mit Nina Hagen auf "Seemann" singen Die Art heute den Klabautermann an. Schiff, Ufer, Ozean - das Feld ist bestellt. Subway To Sally, Schandmaul oder In Extremo unter Wasser. Diese Zusammenstellung (eher jüngerer Stücke) belegt das. So kann's gehen ...
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dangerous beans 20.10.2009 | 11:00:05
Hm, ich bin mir nicht sicher, ob Sandra Brosi die CD gehört oder auch nur gesehen hat.
Was meint sie mit Zusammenstellung eher jüngerer Stücke?
Die Tracks auf dem Album stammen von 1987 (4), 1989 (2), 1996 (5), 1999 (1).
Lediglich 3 Tracks stammen von 2007, und der Bonus-Track ist neu.
Müßt Ihr bei Intro nicht recherchieren, bevor Ihr eine Kritik schreibt?
Es grüßt dangerous beans
black sheep beuys 20.10.2009 | 11:50:03
Heart's fear
Recherchieren is ja soo 90er.
nur_beruflich_hier 20.10.2009 | 15:08:30
man kann "die art" und den ziemlich großen musikalischen kosmos der sie umgibt (die zucht, russian doctors, die kaelte, makarios, wissmut, goldeck, prumskibeat, naked punch etc.) scheisse finden, aber dieses intro-textfetzchen bzgl. der platte hier ist so dermaßen ahnungslos, selbstgefällig, offensiv dümmlich und lustlos hingeschludert, dass man nur voller fremdscham den kopf schütteln kann
MathildaP 20.10.2009 | 17:55:15
Schandmaul? In Extremo? Haben die hier was verwechselt?
Ich habe bei Die Art noch nie Schalmeien oder Dudelsäcke gehört, und das Album mit den Geigen ist auch schon ewig her.
Ist ja prima, daß die Rezensentin gern taucht, aber beim Musik hören und darüber Schreiben sollte sie den Kopf überm Wasser lassen.
dangerous beans 21.10.2009 | 11:25:52
@ black sheep beuys: :-))
Was ist denn Jetzt-Zeit-Stil: unfundierten Unsinn durch die Gegend blöken?
MathildaP 23.10.2009 | 11:51:09
Hm, was kann man auch von einer Schreiberin erwarten, die auf Sportfreunde Stiller und The Kilians steht.
Schade, daß Intro da niemand kundigeren gefunden hat.
toba 17.11.2009 | 10:46:50
Mir tut das auch Leid. So ein Unsinn. Dabei wäre es wirklich einfach gewesen, sich hier nicht mit solch einem Billshit als fehlbesetzte Rezensentin zu outen.
Manche Musikjournalisten (oder die sich dafür halten) kann ich in ihrer Unbeholfenheit sogar manchmal verstehen - die nie abnehmenden CD Stapel müssen besprochen/ bewertet werden und es ist immer auch viel Mist dabei. Hier haben wir es allerdings mit einer kognitiven Verirrung zu tun, die nicht mehr als für sich selbst spricht. Liebe Sandra Brosi, für's Intro einfach mal unwürdig der Text!
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