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»Enchanted Islands«

[Saddle Creek / Indigo / VÖ: 25.09.2009 ]

Text: Martin Hiller

Saddle Creek macht auch mal wieder Art-Pop. Anders als The Faint bricht sich das hier jedoch einige Ecken mehr ab.

Konzeptuell geht es um Reisen und Inseln. So weit, so mystifizierend - die Band erklärt's so: "The journey is equivalent to a night's worth of vivid dreaming where time is out of place and every location makes sense only within its own context."


So verfolgt "Enchanted Islands" auch keine klangliche Linie, sondern geht stilistisch ab ins Querbeet: dissonanter arty Avant-Punk mit No Wave und Captain Beefheart im Geiste, trocken-funky skelettiert wie die early Liars und Deerhoof, oder auch Indie-Balladen, poppig-leicht und undumm, wie einst bei Pavement und dem späten (und doch zu frühen) Elliott Smith. In den kruderen Momenten klingt das nach Mathrock der Sorte Hella, durchkreuzt mit Primus und Gang Of Four - brettscharfe Riffs und atonale Gitarrensoli. Die mit Synths'n'Keys geradlinig und flächig instrumentierten Stücke erinnern dann an jüngere Bands wie Enon und The Knife. So, genug Namen gepostet. Die Limited Edition ergänzt das buchähnlich aufgemachte Werk mit sechs weiteren Stücken, die in ihrer musikalischen Verschiedenheit durchaus auch auf dem Album ihren inselhaften Platz gefunden hätten.

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