The Poison Arrows
»First Class, And Forever«
Text:
Christoph Dorner
Von The-Jesus-Lizard-Noise über Archive-Surrealismus bis hin zu spröder Kraftwerk-Elektronik: The Poison Arrows machen den Soundtrack für euren Mainstream-Hass.
Hier kommt der Soundtrack für euren Coverstory-Mainstream-Hipster-Hass! Mit The Poison Arrows aus Chicago probieren sich ein paar exkludierte Altrecken von Atombombpocketknife und Don Caballero an Steve Albinis Lebensaufgabe: die hemmungslose Wut von Hardcore-Punk in die Todessehnsüchte des Post-Rock
Wer kann, wer muss so etwas produzieren? Natürlich Albini. Eine urpräzise, äußerst variabel auf die Dynamik der Songs abgestimmte Rhythmussektion und der kehlige Gesang von Justin Sinkovich holen dabei freigeistige Gitarrenläufe und pochende Krautrock-Soundscapes immer wieder zurück ins Mucker-Boot. Es ist insgesamt ein weites Netz von The-Jesus-Lizard-Noise über Archive-Surrealismus bis hin zu spröder Kraftwerk-Elektronik, das hier in 50 Minuten aufgespannt wird. The Poison Arrows klingen so verdammt post-progressiv, dass diesen Klotz nur Leute mögen, die aus lauter Frust schon vor fünf Jahren weinend ihr Visions-Abo abbestellt haben. Wenn ihr noch da seid, das hier ist für euch.
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