Turboweekend - Ghost Of A Chance Artikelbild (groß)
 
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Turboweekend

»Ghost Of A Chance«

[Mermaid / Sony / VÖ: 16.10.2009 ]

Text: Frank Schuster

Rockband und Synthesizer - das harmoniert ja nicht immer. Entweder man erhebt das disparate Zusammentreffen von Rock-Riffs und elektronischen Beigaben gleich zum Stilprinzip (Electroclash, Electropunk).

Oder - die weniger interessante Methode - man unterlegt E-Gitarren und E-Bass mit wabernden Synthie-Teppichen, um sein Heavytum mehr in Richtung Mainstream-Radio zu schubsen (z. B. Eighties-"Hair-Rock" à la Europe).


Das dänische - ohne Gitarristen auskommende - Rocktrio Turboweekend hat auf seinem zweiten Album "Ghost Of A Chance" einen ganz anderen Ansatz: Die Keyboard- und Elektronik-Sounds, die ihre Inspiration aus 80er-Synthiepop und Ambient ziehen, werden in die von kompakten Basslinien getragenen Songs harmonisch, fast unauffällig, indes sehr abwechslungsreich verwoben. Leider geht den Dänen nach einem starken Auftakt mit "Trouble Is" und "Sweet Jezebel" schnell die Luft aus. Der Rest, abgesehen vom spacig-experimentellen "Up With The Smoke - Down With The Ash", driftet dann leider wirklich Richtung Mainstream-Radio ab. Schade eigentlich bei dem originellen Potenzial.

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