Tyondai Braxton - Central Market Artikelbild (groß)
 
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Tyondai Braxton

»Central Market«

[Warp / Rough Trade / VÖ: 18.09.2009 ]

Text: Christoph Büscher

 

 

Eine echte Offenbarung.

 

Battles-Mitglied Tyondai Braxton nimmt gleich sein zweites Soloalbum mit Orchester auf. Das hat er sich auch verdient. Dem Sohn des Jazz-Avantgardisten Anthony Braxton gelingt es nämlich mühelos, die Fallen eines solchen Großprojekts zu umgehen. Kein Bombast, kein ehrfürchtiger Ernst, sondern üppige Klangfarben und Humor bestimmen die sieben Stücke, die er mit dem New Yorker Wordless Music Orchestra eingespielt hat.


Braxton, der sonst gerne mit Gitarren- und Gesangs-Loops arbeitet, kombiniert die klassischen Instrumente gekonnt mit elektronischen Sounds und Noise. Das Ergebnis klingt frisch und kraftvoll, zitiert aber zugleich Klassiker der Neuen Musik wie Igor Strawinsky. Das Album ist aber nicht nur technisch auf höchstem Niveau, sondern macht allein wegen der unglaublich schrägen Sounds z. B. auf "Uffe's Woodshop" oder "The Duck And The Butcher" ordentlich Spaß. "Central Market" ist mal überdreht und vertrackt, dann wieder melancholisch, meist streng durchstrukturiert und trotzdem immer wieder verträumt, albern und euphorisierend.

 

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