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Emil Bulls

»Phoenix«

[Drakkar / Sony / VÖ: 25.09.2009 ]

Text: Florian Weber

"Phoenix" hat mit Pop nichts mehr zu tun, Whatever-Core für deinen Hausmeister.

 

"The hardest pop band in the whole world", nennen sich die Emil Bulls auf ihrem Twitter-Profil. Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber: "Phoenix" hat mit Pop nichts mehr zu tun. Dabei zeigten die Bulls doch vor mittlerweile acht Jahren, wie es gehen kann: Auf dem Major-Debüt "Angel Delivery Service" avancierten charmant-billige Texte, gepaart mit der streitbaren Singstimme Christoph von Freydorfs, immerhin zum Alleinstellungsmerkmal, das man damals noch auf ein paar richtig gute Songs anwenden konnte.


Die Platte kam - man halte sich fest - sogar im Intro gut weg. Die weitere Entwicklung, die auf "Phoenix" ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden hat: mehr Deftones als a-ha, mehr Schreien als Singen, mehr Hardcore als Pop, Texte konstant - "I know, you know, she knows, your mommy knows, when god was sleeping, you were spawn from hell", heißt es im hörbarsten Song der Platte "When God Was Sleeping". Damit haben sich die Emil Bulls selbst in den Whatever-Core-Äther geschossen, wo sie nun unter Tausenden herumwabern. Gründungsmitglied und Schlagzeuger Stefan Finauer stieg 2003 aus der Band aus, um "was Vernünftiges" zu machen und Elektrotechnik zu studieren. Aus heutiger Sicht eine weise Entscheidung.

 

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