Jamie Jones
»Don't You Remember The Future«
[Crosstown Rebels / Kompakt / VÖ: 04.09.2009 ]
Text:
arno raffeiner
Das ist keine Revolution, aber für einige tolle Tracks gut.
Zeitschleifen - ein ewiges Thema. Liegt schließlich in der Natur der Dinge. Daher weiß man auch seit Menschengedenken nicht mehr, wie man in Sachen fortschrittsgläubige Musik aus dem Loop der Zukunftsverheißungen, die in angestaubten Sound-Ästhetiken daherkommen, raus soll. Oder überhaupt muss?
Jamie Jones spielt das Spielchen nach den Regeln mit und ist genau deswegen schlauer. Im Intro seines Debütalbums stilisiert er sich zum Untergrundrebellen, der hundert Jahre in der Zukunft gegen die Vorherrschaft von "soulless and mind controlled mini-rhythms" ankämpft (klingt irgendwie bekannt, oder?) und dafür das klassische Waffenarsenal guten, alten elektronischen Funks in Anschlag bringt: "Don't You Remember The Future" ist lässig aus Basslines und Bleeps zusammengeschüttelt und mit Prince-Gestöhne angereichert. Das ist keine Revolution, aber für einige tolle Tracks gut. Leider wird Jones auf die ganze Distanz ein wenig vom Kampfgeist verlassen. Da bringt selbst ein Oldschool-Kaliber wie The Egyptian Lover im Finale nicht mehr den richtigen Schwung in die Schleife.
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