Singapore Sling
»Perversity, Desperating And Death«
[8MM / Cargo / VÖ: 12.06.2009 ]
Text:
Sven Kister
Singapore Sling sind eine Überraschung für sich, vor allem ist die isländische Band nämlich überraschend langsam.
Zumindest auf den ersten Stücken ihres neuen Albums "Perversity, Desperation And Death". Das Schlagzeug steht fast still, das Gitarrenspiel wirkt entrückt, Hall regiert die weiten Klangräume, über allem steht die valiuminöse Stimme des gelangweilten Sängers. Natürlich sprudeln hier bei jedem Stück nur so die Referenten: Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine, Spacemen 3, manchmal auch Gun Club, Velvet Underground natürlich.
Das ist schön, man fühlt sich an alte Zeiten erinnert, auch wenn My Bloody Valentine mit ihren elysischen Flächen natürlich noch ein paar Spuren elysischer waren als Singapore Sling, und die blasierte Arschlöchrigkeit von Jesus And Mary Chain muss man sich auch erst mal erarbeiten. Übrigens fand in Hamburg letztens ein ganzer Shoegazing-Weekender statt, mit Mark Gardener (Ex-Ride) und dem großen Kevin Shields als DJ.
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