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Six Organs Of Admittance

»Luminous Night«

[Drag City / Rough Trade / VÖ: 07.08.2009 ]

Text: Christian Steinbrink

Zur Abwechslung übt sich Ben Chasny mal wieder im Schönklang und meistert auch diese Aufgabe sehr gut.

 

Wie Jim O'Rourke ist Ben Chasny einer der Künstler, deren umfangreiches Output man grob in Experimental- und Popalben unterteilen kann. In diesem Rahmen ist "Luminous Night", anders als die Anfang des Jahres erschienene Frühwerke-Sammlung "RTZ", eben ein Popalbum: nicht sehr schräg, auch nicht psychedelisch ausufernd, sondern blumig, an Sixties-Folk gemahnend und sogar mit melodiösem Gesang.


Plump gesprochen hat Chasny sich also mal wieder am Riemen gerissen, richtiger ist aber wahrscheinlich die Einschätzung, dass er immer genau das tut, wonach ihm in dem Moment gerade der Sinn steht. Mit ein paar neuen Gästen, unter anderem dem sonst auf Tzadik und Ipecac veröffentlichenden Violinisten Eyvind Kang, hat er so inspirierte wie ambitionierte Sessions zwischen indischer Folklore und bekömmlichen Drones aufgenommen. Die Gewalt seiner Soundgewitter hat auf "Luminous Night" kaum Platz gefunden, stattdessen ließ sich Chasny teilweise gar zu Arrangements mit ganz amtlichem Schönklang hinreißen. Seinen Status als Wunderkind der Experimentalszene setzt er dadurch nicht aufs Spiel, im Gegenteil. Aber um das wirklich zu durchdringen, muss man sich schon mehr als dieses sehr schöne Album aus Chasnys großer Diskografie erarbeiten.

 

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