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Son Of The Velvet Rat

»Animals«

[Monkey / Broken Silence / VÖ: 11.09.2009 ]

Text: Christian Steinbrink

Georg Altziebler zeigt sich auf dem Weg zum erwachsenen Solokünstler.

 

Man kann Georg Altziebler verstehen: Seine Ambition, sich nun zu emanzipieren vom Indiefolk, tritt auf "Animals", dem Nachfolger zur großartigen Blaupause "Love & Loss", nur allzu deutlich zutage. Es sind nicht mehr die kunstfertigen Arrangements tief aus der US-amerikanischen Musiktradition, die sein neues Album bestimmen, es ist fast ausschließlich sein Gesang.


Und weil sein Gesang, sein Timbre und Vortrag die Klasse eines Tom Waits besitzen, scheint dieser Schritt nur folgerichtig. Anders ausgedrückt: Altziebler präsentiert sich auf "Animals" fast idealtypisch als erwachsener Solokünstler. Als Vortragender, dessen Instrumentierungen zunächst als emotionale Verstärker seiner Lieder gelten. Als Künstler, der in der Mitte des Lichtkegels steht, während es rundherum dunkel ist. Wer das tendenziell egozentrisch findet, hat das Konzept des Chansonniers als Kunstform nicht durchdrungen. Denn auch so kann man Musik und Musiker glänzen lassen. Nur rasant und spritzig wird man dann nie klingen. Die Atmosphäre auf "Animals" ist entsprechend bedächtig und innehaltend, sinnlich, aber auch rau. Sie macht deutlich, dass es dem Österreicher um einen nächsten Schritt ging. Und dass sein Talent diese für den Blickwinkel des Pop ungewohnte Entwicklung ohne Zweifel trägt.

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