KanYe West & Malik Yusef
»G.O.O.D. Morning G.O.O.D. Night«
Text:
Uwe Buschmann
Der letztjährige HipHop-Drop-out meldet sich zurück. Zwar bedient sich KanYe West zur Einführung seines neuen Labels G.O.O.D. Music der Indiekanäle, aber ansonsten wird definitiv geklotzt und nicht gekleckert.
Ein Konzept, zwei getrennte CDs, 30 Songs und eine Gästeliste, die von alten Rap-Haudegen wie KRS-One bis zu US-Popstars à la Adam Levine (Maroon 5) reicht. Dementsprechend weit ist auch die Musik gefächert.
Bleibt die alte Frage: Können zu viele Styles den Brei verderben? Wenn man HipHop, Funk, Gospel, Jazz, Rock, Pop und sogar Klassik in einem Aufmarsch serviert, kann daraus etwas Neues und Aufregendes entstehen? Lautet die Antwort nicht immer: Aus zu vielem wird nichts? Ja und Nein. In den besten Momenten erkennt man hier den KanYe West seines Solodebüts, der unglaublich seelenvolle Black Music zelebrieren kann. Manchmal fühlt man sich aber auch an den Werdegang des britischen Talking-Loud-Labels erinnert, wo man so lange vor sich hin daddelte, bis man im eigenen jazzigen Wohlklang versumpft war.
Diverse "KanYe West & Malik Yusef pres. G.O.O.D. Morning G.O.O.D. Night" (G.O.O.D. Music / Groove Attack)
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