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Zoot Woman

»Things Are What They Used To Be«

Text: Alexander Jürgs
[9 Kommentare]



Gut, dass es anders gekommen ist. Vor gar nicht langer Zeit hätte man nämlich sorgenlos darauf wetten wollen, dass ein drittes Album von
Zoot Woman ein Phantom bleiben würde. Jetzt aber doch: Weiter geht's!

Was war da nur los? Die Brüder Johnny und Adam Blake tourten noch sporadisch durch die Lande, eine Single wurde zum kostenlosen Download ins Netz gestellt, aber Stuart Price, der kreative Kopf der Band, so schien es, hatte seine Seele und Arbeitskraft an Madonna, Seal und die Killers verkauft.


Der Glanz war aufgebraucht. Jetzt, acht Jahre nach dem Debüt "Living In A Magazine" und sechs Jahre nach der letzten regulären Albumveröffentlichung der Band, ist "Things Are What They Used To Be" plötzlich da - und leuchtet heller als jedes Stroboskop.

Jedes einzelne Stück dieser Platte hätte allemal das Zeug zur Single. Hymnischer und rauschhafter war Popmusik selten. Und elektronischer, technoider als auf diesem Album klangen Zoot Woman bislang auch noch nicht. Zoot Woman haben die weißen Anzüge ausgezogen, die Pferde in den Stall gebracht und sich aufgemacht in eine raue, Bass-getriebene Clubnacht. Besonders das Titelstück ist eine tiefe Verbeugung vor der Rave-Culture, vor Exzess, heulenden Sirenen und durchfeierten Nächten. Oder "Lonely By Your Side", das einzige Stück des Albums, das nicht von Blake/Blake/Price geschrieben wurde, sondern Ergebnis einer Kooperation des Sängers Johnny Blake mit dem Hamburger Houseproduzenten Azzido Da Bass ist: sehnsuchtsvoller Electropop, der berührt und euphorisiert.

Das Album passt gut in eine Zeit, in der Techno, Feierei und Verstrahltheit ein fröhliches Comeback anstimmen und es nicht nur in Berliner Clubs wieder ausschweifender zugeht. "Take You Higher", "More Than Ever" oder "Lust Forever": Schon die Songtitel sind Slogans für ein besseres, ein hedonistisches Leben. "I can't take my eyes off you", singt Johnny Blake in dem Stück "Saturation" mit klarer Stimme, oder "Take me far away, far away" in "We Won't Break": Der neu erfundenen Band Zoot Woman sollten wir bedenkenlos überallhin folgen. Madonna und Heidi Klums Gatte bleiben dabei hoffentlich auf der Strecke.

Empfohlen von Intro:
Termine Zoot Woman
19.09.2009 Mainz, Kuz » Details | Merken | Anreise
21.09.2009 Köln, Gloria » Details | Merken | Anreise
23.09.2009 Erlangen, E-Werk » Details | Merken | Anreise
27.09.2009 München, Backstage » Details | Merken | Anreise
29.09.2009 Hamburg, Uebel & Gefährlich » Details | Merken | Anreise
30.09.2009 Berlin, ADS – Club An Der Schillingbrücke » Details | Merken | Anreise

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Zoot Woman "Things Are What They Used To Be" (Snowhite / Universal)

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  • User: qwert_zuiopü
  • qwert_zuiopü 22.07.2009 | 15:25:10

    Naja, so "plötzlich" war es nun auch nicht da. Schon Anfang letzten Jahres wurde das Album mit Postkarten bei den Konzerten beworben, "We Won't Break" und "Live In My Head" wurden vor einer gefühlten Ewigkeit veröffentlicht, nur wurde der Veröffentlichungstermin über ein ganzes Jahr immer wieder hinausgeschoben...

    Aber ich freu mich, dass es endlich fertig ist!

  • User: The dlx
  • The dlx 08.08.2009 | 07:57:01

    ...genau so ist es,..und heute Abend sind sie auf dem Berlin-Festival/Flughafen Tempelhof !!!...be there or nowhere !!!...cheers,dlx

  • User: Albert_Brettermeier
  • Albert_Brettermeier 16.09.2009 | 02:03:30
    generation brettermeier
    Ich weiß ja nicht was für eine Platte Herr Jürgs gehört hat, aber das neue Zoot Woman Album ist so mies, man muss es schon fast als eine Frechheit bezeichnen. Ich habe Großes erwartet und Schund bekommen. Alle Songs komplett austauschbar, platt, immer der gleiche öde Disko-Sound, klingen gleich. Insofern stimmt es schon: Jeder einzelne Song hätte das Zeug zur Single, weil alle gleichdoof sind - und zwar das Zeug zu einer äußerst schlechten Single. Die beiden Vorabveröffentlichungen Live In My Head und vor allem We Won't Break mal ausgenommen, die sind noch okay bis sehr gut gewesen und haben mich ganz schön auf die falsche Fährte gelockt. Eine an den Maßstäben der beiden ersten Alben gemessen unnötige, ideenlose und ärgerliche neue Platte. Sicher gibt es schlechteres, aber die Hirnis, die bei Amazon behaupten das sei das beste Album der Band haben ganz offensichtlich Lack gesoffen.
    Zoot Woman, bitte wieder dort hingehen, wo Ihr die letzten 6 Jahre zugebracht habt. In dieser Zeit sind ca. 1000 bessere Pop- und Tanzplatten erschienen.

    Editiert von Albert_Brettermeier am 16.09.2009 02:13:37
    Editiert von Albert_Brettermeier am 16.09.2009 02:15:08

  • User: beta
  • beta 16.09.2009 | 02:51:53

    hatte wohl auch mehr erwartet, so wie mein vorredner.
    fand es dann sehr langweilig. nicht vorstellenswert im radio verglichen mit anderen. auch sonst nicht.

  • black sheep beuys 16.09.2009 | 10:20:47
    Heart's fear
    Finde es auch nicht so berauschend. Kann ich der Band aber verzeihen, weil Live In My Head meinen letzten Sommer verzaubert hat.

  • drivenstate 16.09.2009 | 10:23:03
    ich bin hier falsch
    insgesamt viel weniger als ich erwartet habe.
    das zweite album war ja ein wirkliches hit-feuerwerk.
    von dem hier find ich bisher track 1 und auch memory so gut wie bisherige songs.

  • User: mellohippo
  • mellohippo 17.09.2009 | 12:09:50
    Duke Of Stratosphear
    Och nuja, nach ein paar mal hören hab ich das neue Album durchaus liebgewonnen. Aber mag sein, daß die lange Wartezeit hier unnötige Erwartungen geweckt hat.

  • User: Jupiter 8
  • Jupiter 8 22.09.2009 | 14:03:52

    Lasch und alt - weit entfernt von den Erwartungen, die der Hype seinerzeit geweckt hat.

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