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Fat Freddy's Drop

»Dr. Boondigga And The Big BW«

[The Drop / Groove Attack]

Text: Martin Riemann


Auf knapp 70 Minuten werden zumindest Menschen, die gerne das komische Wort "chillen" in den Mund nehmen, von vorne bis hinten verwöhnt.


Mit einer mehr als satten Mischung aus Reggae, Dub, Jazz, Funk und Soul sind Fat Freddy's Drop so etwas wie ein Long Island Ice Tea, also: viel bringt auch viel. Die stets präsente Assoziationscombo Sonne/Strandbar/Entspannung bekommt dabei teilweise eine Penetranz, die eine Differenzierung zwischen hoher Klangqualität und karger Seichtheit nicht immer leicht macht.


Und auch Joe Dukies Gesang dürfte bei jedem, der bei Musik auch nur ein Jota Reibungsfläche erwartet, schlechte Chancen haben. Loben muss man allerdings den unbedingten Willen, aus den improvisatorischen Möglichkeiten jedes Songs noch das Letzte rauszuholen. So kommt man mit neun Stücken auf knapp 70 Minuten. In dieser Zeit werden zumindest Menschen, die gerne das komische Wort "chillen" in den Mund nehmen, von vorne bis hinten verwöhnt.

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