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The Allophons

»Bow«

[Sonig / Rough Trade]

Text: Thomas Bläsen

Wie immer, wenn die Kölner Szene-Urgesteine und Soundtüftler C-Schulz und F.X.Randomiz unter ihrem gemeinsamen Pseudonym The Allophons kollaborieren, nehmen sich die beiden mit ihrem experimentellen Micro-Sampling-Ansatz die unterschiedlichsten Musikstile vor und diese dann auseinander.

Diesmal landeten sie vorrangig beim Jazz mit dessen Samplern - ohne natürlich das Hauptanliegen zu vernachlässigen: die Neukontextualisierung von Sounds, Stilen und Klängen, deren Transformation und das Zerlegen von Grooves. Deutlich spürbar beim Hören der sechs verspielten Tracks ist der Spaß, den die beiden bei alledem haben - das kommt trotz aller Abstraktness einfach rüber.

Das Stück "In The End" besticht durch seine schöne Bearbeitung der jazzigen Breakbeats, die kombiniert werden mit witzigem vokalen Sound-Processing. Sowieso passiert auf "Bow" viel mit bearbeiteten Vocals, spleeniger als z. B. bei Mouse On Mars oder auch exzessiver als bei Prefuse 73. Eben auf eine ganz eigene, originelle Weise, die das ganze Album durchweg auszeichnet. Erstaunlich ist das alles - und von vorne bis hinten spannend. Na, wenn das kein Kompliment ist.

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