Butterfly Effect
»Final Conversation Of Kings«
[Superball Music / SPV]
Text:
David Winter
Achtung: Hier kommt die bessere neue Dredg-Platte.
Findet man den Bandnamen eigentlich nur wegen des gleichnamigen Films mit Ashton Kutcher so doof? Und dann veröffentlichten sie ihre erste Platte auch noch fast zeitgleich mit diesem Spacko-was-wäre-wenn-Film. Auch egal, die Band aus Australien gibt es ja schließlich schon länger, seit 2002.
Und ihren progressiven Stil, der ein bisschen an Dredg oder die früheren Incubus erinnert, haben sie seitdem auch nicht groß geändert. Warum auch? Auf "Final Conversation Of Kings" finden sich wieder anspruchsvolle und vor allem abwechslungsreiche Songstrukturen, mal wuchtig, mal leiser, mal genialisch. Das Ganze auch noch erweitert um großartige Gesangsmelodien, die einfach im Kopf bleiben. Außerdem beweisen die Herren aus Brisbane, dass es ihnen um mehr geht als nur um ein Show-off am klassischen Band-Instrumentarium: Man stößt hier nämlich auch auf allerlei elektronische Spielereien, Streicher, sogar Bläser. Mitunter führt dieser Multiinstrumentalismus allerdings dazu, dass die Songs etwas zu überladen rüberkommen. Aber das ist so ziemlich der einzige Schwachpunkt einer richtig starken Platte.
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