Joker's Daughter
»The Last Laugh«
[Double Six / Indigo]
Text:
Martin Büsser
Tolles, neohippieskes Songwriting, das von der Produktion leider etwas weichgespült wurde.
Luftig soll es wohl sein, dieses Album, einen wie auf Wellen tragen. Doch die Leichtigkeit, mühsam in aufwendigen Arrangements mit Streichern und Bläsern erzeugt, dehnt sich dermaßen inkonsistent und amorph über das Album aus, dass die Gefahr besteht, sich darin zu verlieren.
Alles an dieser Musik ist unbeschwert, die Stimme von Helena Costas leicht, hell, das Gitarrenspiel klar und beschwingt, die Melodien hören sich an wie aus dem Bausatz des Frühsiebziger-Folkpop. Und auch der Bandname Joker's Daughter gemahnt an jene Zeit, als Musiker sich gerne als Barden oder Spielmannsleute bezeichnet haben und Schellen an ihren Schuhen trugen. Kurzum, "The Last Laugh" trägt Verträumtheit und Harmonie ein wenig zu dick auf und schrammt so nur um Millimeter an der Belanglosigkeit vorbei. Am Songwriting kann es nicht liegen, denn das lässt Qualität erkennen, manche Stücke hätten aus der Feder von Simon & Garfunkel stammen können. Alleine, bei diesen Arrangements bleiben die Stücke im Ohr nicht haften.
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