Myriad Creatures - The Right Way To Do Wrong Artikelbild (groß)
 
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Myriad Creatures

»The Right Way To Do Wrong«

[No Limits / Intergroove]

Text: Klaas Tigchelaar
[1 Kommentar]

Ist es nun schon so weit, dass Londoner nach Berlin umziehen müssen, um wenigstens eine nette Anekdote in der Bio zu haben?

Jedenfalls haben diese vier Herrschaften dort neben vielem Künstler- und Freigeist-Gesocks auch den ebenfalls emigrierten Gordon "The Strokes" Raphael (daneben: Super 700, Regina Spektor, Skin) aufgetan, der ihnen beim Debüt ein wenig geholfen hat.

Den britisch-wolkigen Straßenköter-Flair in bester Tradition der ebenfalls schon gekonnt plagiierenden The Coral hat er ihnen zwar nicht austreiben können, aber dafür sind 13 Songs für die Platte übrig geblieben. Unprätentiös tänzelt die Klangkulisse der Myriad Creatures gleichgültig auf langhaarigen Lagerfeuerfesten und in rauchig-duftenden Pubs, pardon, Musikkneipen. Was in Deutschland mit der grauenerregenden Vokabel "volkstümlich" verunstaltet wird, kann zumindest im UK noch eine Prise Restwürde behalten. Auch wenn hier immer wieder die Commitments in Truppenstärke durchmarschieren, blöd stehen Myriad Creatures am Ende doch nicht da. Sofern man so glücklich rockende Tanzmusik eben mag.



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  • Wahrheit 21.07.2009 | 14:45:41

    Traurig aber wahr...:
    Es gibt scheinbar immer wieder Kritiker, die vor lauter Kritiken, die sie schreiben müssen, die Sicht fürs Wesentliche verlieren und nur versuchen durch immer borstige Kritiken ihre Voherigen noch zu toppen. Hier scheint einer nicht wirklich zugehört zu haben....traurig....
    Gut man kann sicher über die Aufnahmequalität dieses Albums streiten aber wenn man mal genauer zugehört hat, sollte man doch erkannt haben, dass es sich um sehr charmante Texte handelt, durch die sich die vier Jungs aus England selber auf die Schüppe nehmen. Zu dem ist die Musik melodisch, eingängig und energisch.

    Indier than though z. b. ist eine Parodie an alle Rockbands aus England, die sich und ihr Image so sehr wichtig nehmen. Was schon mal gar nicht zu dem Kommentar passt, sie seien nach Berlin gekommen, um an ihrem Image zu feilen.

    Und wenn sich der Klaas auch mal mit der Bio der vier Jungs richtig auseinander gesetzt hätte anstatt gehässig darüber zu schreiben, hätte er die Beweggründe nach Berlin zu kommen vielleicht auch ein bisschen besser verstanden.

    Ich kann nur sagen, das Album ist klasse und wer die Jungs schonmal life erlebt hat weiß, dass sie die Bühne rocken und dazu noch sehr charmant und herzlich jeden ihrer Fans begrüße.
    Ein sehr nettes Gesammtpaket, wie ich finde, von dem sich andere Bands ruhig mal eine Scheibe von abschneiden sollten.

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