Jack Peñate
»Everything Is New«
[XL Recordings / Beggars Group / Indigo]
Text:
Henrik Drüner
Jack Peñate hält zwei, drei adäquate Kandidaten für die peinliche Kategorie "Peinlichster Lieblingssong des Jahres" bereit.
Alles neu bei Jack Peñate. Dem Typen, der im vergangenen Jahr noch im Hotel Mama wohnte und dann den Entschluss fasste, sich für den "Matinée"-Nachfolger in Paris inspirieren zu lassen. Seine damalige Devise: Ein Mensch funktioniert am besten, wenn er mit dem Rücken an der Wand steht und ängstlich ist, weil er dann reagieren muss.
Ob er den Schritt gegangen ist? Keine Ahnung. Nach komplettem Imagewechsel klingt "Everything Is New" zumindest nicht. Vielleicht hier ein paar Afrobeats eingestreut, da stilistisch ein wenig am Rad gedreht, aber im Grunde verkörpert das zweite Album alles, was Radiohits zu Radiohits werden lässt. Also Engel links, Teufel rechts, namentlich "Pull My Heart Away" und "Be The One". Und im Sommer wirkt das sicher Wunder, sogar diese penetrante Simply-Red-Beschwingtheit (für die Jüngeren: Patrick-Wolf-Beschwingtheit) bei "Let's All Die" oder dem Titelsong. Dass der Brite ein Sympathieträger ist, kann man ihm ja nicht auch noch vorwerfen.
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