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Portugal. The Man

»The Satanic Satanist«

[Defiance / Cargo / VÖ 17.07.]

Text: Ulf Imwiehe
[1 Kommentar]

Die Beatles wird John Baldwin Gourley wohl nie mehr los - stets präsent ist deren Einfluss in den Harmonien und Grooves auch des neuen Albums der aus Alaska nach Portland übergesiedelten Portugal.The Man.

Anders als in der Vergangenheit darf es der Band jedoch als gelungen vermerkt werden, ihren Approach wesentlich gestrafft zu haben: Hippie-Epik und Art-Rock-Freak-out wurden abgespeckt zu einem lässigen folky Pop, der den Eagles mindestens so viel verdankt, wie er gerne die entspannteren Momente des frühen Beck rezitiert.


Mehr Loops, weniger Pomp und jede Menge relaxte Nostalgie verleihen den überwiegend gemächlichen Songs eine angenehm abgeklärte, dabei aber jederzeit vielschichtige Note. Kein Takt zu viel, kein Solo zu lang, kein Refrain zu verstiegen, und dennoch zeichnet sich die Musik nach wie vor durch eine versponnene Komplexität aus, die unter der scheinbar simplen Oberfläche ungeahnte Klüfte durchmisst. Selten klangen Portugal.The Man so sonnig und evozierten dabei so überzeugend den eskapistischen Zauber eines körnigen, grünstichigen VHS-Sommers. Und nie verbreiteten sie bei allen lebensbejahenden Vibes eine solche Schwermut und unterschwellige Düsternis. Denn hinter all der Weite und Luftigkeit der Musik verbirgt sich das Wissen, dass auch der schönste Moment, der magischste Sommer und die größte Liebe nicht für ewig sind. Doch Endlichkeit kann ja etwas ganz Kostbares sein.

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PORTUGAL.THE MAN, The Satanic Satanist
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  • User: mellohippo
  • mellohippo 17.08.2009 | 20:53:13
    Duke Of Stratosphear
    Ich möchte meiner Begeisterung über dieses Album einer von mir bisher sträflichst missachteten Band Ausdruck verleihen.
    Ganz ganz wunderbar seelenvoller 60ies/70ies Psychedelic-Rock, ein Album aus einem Guß, ein in allen Farben schimmernder Flow, ein Summer of Love der niemals enden dürfte.

    Sind die anderen Alben dieser Band auch so toll?
    Ist mir da was entgangen?

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