Gemma Ray
»Lights Out Zoltar!«
Text:
Frank Schuster
Selten sixties-minirock-sommer-vergnügt, meist eher dunkelschön die eigene Pistole streichelnd.
Die Lichter bleiben aus. Da hat sie schon recht mit dem Titel. Gemma Ray mag mit den Worten zitiert werden: "Nachdem ich zwei Jahre häufig in abgedunkelten Räumen unter Quarantäne verbrachte, suche ich jetzt nach dem Licht, nach der Sonne."
Klar, hier und da blitzt auf dem Zweitling der britischen Sängerin, die aufgrund einer mysteriösen Krankheit - Folge einer früheren Blutvergiftung - viel Zeit in Krankenhäusern verbringen musste, ein Sonnenstrahl durch die Ritzen, klingt sie sixties-minirock-sommer-vergnügt wie eine Nancy Sinatra zu ihren besten Zeiten, meistenteils aber wandert sie doch auf der dunklen Seite der Straße, à la Nancy, wenn sie ihren Düstercowboy Lee Hazelwood trifft. Nicht nur im schönen Hazelwood/Sinatra-liken Duett mit Joe Gideon, "1952". Nein, schon gleich, wenn die Fahrt mit "100 mph (In 2nd Gear)" über den dunklen Highway, von einem Jim-Jarmusch-Soundtrack begleitet, losgeht. Meine Güte, was für ein dunkelschönes Album.
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