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autoKratz

»Animal«

[Kitsuné / Coop / Universal / VÖ 19.06.]

Text: arno raffeiner

Was bleibt von Fischerspooner übrig, wenn man Kostüme, Performance, Kunst und Künstlichkeit abzieht, dafür aber den verbliebenen Rest - das Gerippe eines Electropop-Songs - bis auf Anschlag komprimiert?

Ein Remix, der jede Blog-House-Tanzfläche in zwei Sekunden auf den Kopf stellt. Und den mit großer Wahrscheinlichkeit David Cox und Russell Crank in ihrem Londoner Studio zusammengezimmert haben.


Nach einer Sammlung von Dance-Singles dieser Bauart präsentieren sich die beiden nun mit ihrem ersten richtigen autoKratz-Künstleralbum als Band. Und zwar als krass rockende Synthie-Band, die scheinbar selbst nicht so genau entscheiden kann, ob die Kompressororgien der Vorwand für persönliche Songtexte sind oder umgekehrt. Im Grunde steckt "Animals" voller Popmusik im Zwei-Minuten-Format: ein schneller Rumms, zwei Sätzchen Strophe und direkt los zum Ohrwurmrefrain. Nur ist sie auffrisiert und gestreckt für Tanzwütige. Wer weiß, wenn Bernard Sumner noch mal 24 wäre, vielleicht würde er sein naives Glockenstimmchen ja auch über feisten Digi-Krach zwingen.



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