Daniel Kahn & The Painted Bird
»Partisans & Parasites«
Text:
Mark Swatek-Evenstein
Wenn man über Daniel Kahns zweites Album einfach nur schreiben könnte, dass es ein grandioser, wahrlich europäischer Alternativentwurf zum etwas zweifelhaften Genre des Folk-Punks ist - gerne würde man eingestehen, dass es vielleicht daran liegt, dass hier ein Amerikaner am Werke ist.
Die musikalische Symbiose von Ost-Europa und dem Berlin der 20er-Jahre mit den großen Traditionen des politischen Songs und den Erzählstrukturen des traditionellen Volksliedes als Mittel der Weitergabe einer kollektiven Identität könnte man erwähnen.
Auch ließe sich dann von der Kraft des Revolutionären sprechen, die aus einem Song wie "Dumai" klingt, von dem revolutionären Enthusiasmus, den "Yossl Ber" befeuert und der an die besten Momente der Pogues erinnert, wenn man sich an die noch erinnert. Das Schöne ist ja, dass man könnte, weil die Musik das wunderbar hergibt. Die zusätzlichen Dimensionen, die die Wahrnehmung des Albums jenseits des Musikalischen bestimmen dürften, kämen dann zwar sehr kurz. Aber darüber kann man sich ja auch einfach an anderer Stelle informieren.
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