Fink (UK)
»Sort Of Revolution«
Text:
marco fuchs
Fin Greenall macht wieder regnerische Versprechungen. Kein Wunder, wenn man aus Brighton kommt und einem das Salz der Meerluft schon in jungen Jahren auf Haut und Seele brennt.
Irgendjemand wird ihm auch erklärt haben, warum er überall auf der Welt als "Fink" bekannt ist und nur in Deutschland als "Fink (UK)" gebrandmarkt wird. Einen Song hat er aus diesem Umstand noch nicht gemacht, was schade ist, denn die Texte des wunderbaren Songwriters strotzen auch auf seinem dritten Album, "Sort Of Revolution", vor feinen Alltagsbeobachtungen, klarem Blick und fraternisierungswürdigem Schmerz.
Kein Wunder, dass das ansonsten doch so sehr auf akademische Beats und experimentellen Touch setzende Ninja-Tune-Label für Finks Debüt "Biscuits For Breakfast" kurzerhand die Hauspolitik konterkariert hatte und seitdem den Begriff "Songwriter" im Portfolio führt. Die Stücke für sein neues Album sind übrigens hauptsächlich in Zusammenarbeit mit John Legend entstanden, der glücklicherweise der Versuchung widerstand, Greenall zu etwas anderem zu überreden als das, was er am besten kann: sich dem Schmerz zu ergeben und wunderschöne Folk-Songs daraus zu machen. Mit oder ohne Regen.
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