Rubik
»Data Bandits«
Text:
Martin Riemann
Immer gut im Pop: destruktive Elemente. Rubik aus Finnland verstehen dieses Prinzip und wagen es, auf "Data Bandits" die zuckrigsten Melodien gen Schredder zu jagen.
Das merkt man schon gut beim Opener - ein Top-Refrain wird abrupt um impulsiven Lärm bereichert. Als wenn das nicht genug wäre, gesellen sich zu unwiderstehlichen Synthie-Hooks gerne mal Bläsersektionen vom Balkan.
Über die ganze Albumlänge zeigt sich zwar dann doch eher ein Fokus auf feingehauchte Popmelancholie, aber eigentlich ist in so gut wie jedem der elf Songs des Albums eine große Überraschung drin. Rubik wissen, wann man flüstern und wann man schreien muss - was schön klingt, wissen sie sowieso. Außerdem haben sie ein Händchen für exaltierte Emotionen. Hype ist eine Bitch, aber wenn ihn gerade jemand verdient hätte, dann dieses in voller Länge faszinierende Album.
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