Safi
»Kalt«
Text:
Martin Büsser
[4 Kommentare]
Die Riffs sind knackig, packen zu, doch die Texte bleiben voller Zweifel. Safi komprimieren richtig AC/DC-mäßig die Essenz von Rock und schaffen es trotzdem, Worte wie Aprikosenmarmeladenrosa unterzubringen, ohne dass es holprig wird.
Diese Band ist eine echte Überraschung, deren an Mutter oder Surrogat erinnernde Brachialität abgefedert wird von einem glühend unruhigen Gesang, der eher in der Tradition von den Goldenen Zitronen und Von Spar steht. Das hat es in dieser Kombination bislang noch nicht gegeben.
Die höchst kryptischen, aber nie blasierten Texte fügen sich hervorragend in eine Musik, die große Emotionen nicht scheut. Mit Zeilen wie "Die Goldfische haben sich im Schlamm eingegraben längst" über "Ich tret mir eine Magengrube" bis zu "Als Menschenköpfe treibt unser Gedankengut auf kleinen Wellen" präsentiert Sänger Safi lyrische Befindlichkeiten, die von einer tiefen Verwirrung zeugen, aber deshalb nicht als tiefschürfend oder pennälerhaft empfunden werden, weil hier sowieso kein Sinn vorgegeben, sondern ein loses assoziatives Netz ausgeworfen wird, bei dem sich Sprache als Klang selbst genügt. Trotz nebulöser Texte vermittelt diese Musik eine selten gewordene Dringlichkeit. Weghören ist nahezu unmöglich.
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Spatz 15.05.2009 | 18:31:27
Ist das echt ein Kerl? Ich dacht das sei ne Frau. Find's aber eher nicht gut.
fibe 17.05.2009 | 14:32:10
Find ich ECHT GEIL! Kraftvoll, sperrig, eine Stimme, nicht von dieser Welt und auch sonst eine völlig eigene Mischung. Völlig durchgeknallt!
Janmenge 24.06.2009 | 23:11:33
Kann ich nur Recht geben: eine Wucht! Selten so eine Mischung gehört, Frau / Stimme / Text und Kraft. Hab SAFI vor kurzem live in Hamburg erlebt, sogar noch explosiver! Eine Ausstrahlung, diese Frau. Und dazu komplett natürlich . .






