Cortney Tidwell
»Boys«
[City Slang / Universal]
Text:
Christian Steinbrink
[2 Kommentare]
In jeder Sekunde ihrer zweiten Platte "Boys" hört man Cortney Tidwell an, um was für eine inspirierte Künstlerin mit breitem Können und Schaffensvermögen es sich bei ihr handelt.
Nicht umsonst ist Cortney Tidwell schon früh zum Liebling unter Kollegen avanciert, Lambchops Kurt Wagner protegierte sie beispielsweise ausdauernd, und My Morning Jackets Jim James kam sogar für einen Gastbeitrag ins Studio.
Aber es ist eben genau diese eigentlich verblüffende Vielseitigkeit, die das Album der Frau aus Nashville schwer durchdringbar macht. "Boys" enthält keine bloßen, pointierten Songs, fast jedes Stück ist voll von Ideen aus Folk und Jazz bis hin zu verschwommenen TripHop-, Psychedelic- und New-Wave-Einflüssen.
Dazu kommt der ziemlich artifizielle Gesang Tidwells, der sie in eine Ecke mit Björk und Kate Bush stellt. Es ist leicht vorstellbar, dass so ein Overkill an Reizen überfordert oder es zumindest sehr schwer macht, das Album komplett emotional zu entdecken. Nicht jeder wird so viel Zeit aufbringen wollen, auch wenn "Boys" es ganz sicher wert wäre. Für ein kommendes Album ist der Rat an Tidwell, sich doch ein bisschen zu konzentrieren, sicher nicht völlig daneben.
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Intro 28.05.2009 | 14:54:00
In jeder Sekunde ihrer zweiten Platte "Boys" hört man Cortney Tidwell an, um was für eine inspirierte Künstlerin mit breitem Können und Schaffensvermögen es sich bei ihr handelt.
hansmoleman 05.06.2009 | 12:41:59
...behaupte ich mal so.
hab sie im vor-vor-programm von gossip gesehen und war etwas zwiegespalten. es gab immer passagen, die mir sehr gefallen haben, aber viel zu oft waberten die songs einfach so vor sich hin, ohne erkennbare höhepunkte. selbst der eindrucksvolle gesang ging nicht selten ins leere. pointiertere arrangements haben mir gefehlt. schade eigentlich.
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