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John Vanderslice

»Romanian Names«

[Dead Oceans / Cargo]

Text: Christian Steinbrink

Irgendwas besitzt Vanderslice, das ihn unter den Songwritern Amerikas hervorhebt. Eine spezielle Gabe, ein beseeltes Händchen, Intuition vielleicht?

Seine Songs sind seit jeher so gut, dass es interessant wäre, sie in völlig anderen Interpretationen und Soundgewändern zu hören. Denn gerade in der Vergangenheit klangen sie bisweilen zu schlicht instrumentiert, zu fokussiert, zu wenig spielerisch.


Mit "Romanian Names" hat er daran gearbeitet und sich ein signifikantes Soundgewand zugelegt. Die Stücke klingen jetzt weitgehend sanft und leicht verschwommen, trotzdem aber karg und mit Stichen in den New Wave. Perfekt sind sie so noch nicht, aber das ist angesichts des enormen Potenzials auch sehr schwer zu erreichen. So spricht aus "Romanian Names" das unüberhörbar schwergewichtige Songwriter-Talent der Elliott-Smith-Liga, das seine volle Brillanz aber nur sehr dosiert zeigt, weil die Ambition nach Subtilität Vanderslice ein wenig zu bremsen scheint. Wer aber so viel kann, sollte, wie streckenweise in Songs wie "Too Much Time" geschehen, auch alles zeigen dürfen.



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