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Balf Quarry

»Magik Markers«

[Drag City / Rough Trade / VÖ 27.04.]

Text: Klaas Tigchelaar



Rund zehn Veröffentlichungen auf kleinen Labels (u. a. auf Ecstatic Peace von Thurston Moore) und zusätzlich einige gebrannte CDs haben Elisa Ambrogio und Pete Nolan aus Connecticut seit 2001 auf den Markt geworfen.


Wer nun beim Gedanken an ein weiteres Weiblein/Männlein-Duo schon gemächlich mit der Flosse winkt, think again. Denn das hier ist nicht gefällig, post-hip oder irgendwie modisch-belanglos, sondern in erster Linie auf nihilistische Weise schmerzhaft. Wenn nicht gerade ein bisschen räudiger Punk weggedroschen wird, verdreht Balf Quarry herrenlose Klänge zu astrein pieksender Heroinmusik.

Bedröhnt-kunstvoll festgehaltene Geräuschfahnen, verendende Feedbacks, losgelöste Trommelübungen, fiepende Tastenmonster und verstimmte Gitarren stürmen ohne Rücksicht auf Rhythmik und Melodie durch die Vordertür. Wer schon länger die musikalischen Experimente von Sonic Youths Thurston (s. o.) und Kim Gordon (z. B. Free Kitten) sammelt, wird hier geeigneten Außenseiter-Nachschub vermuten dürfen.

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