The Broken Family Band - Please And Thank You Artikelbild (groß)
 
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The Broken Family Band

»Please And Thank You«

[Cooking Vinyl / Indigo / VÖ 24.04.]

Text: Tobias Mull


The Broken Family Band war immer so etwas wie der halbautistische Bruder in der britischen Musikszene. Die vier waren keine coolen Londoner, keine kopflastigen Oxforder oder rüpeligen Manchester-Atzen.


Die Band kam aus Cambridge und nickte öfter mal Richtung Gram Parsons und Townes Van Zandt. Americana von der Insel. Außergewöhnlich. Aber irgendwie haben sie das verloren. Schon vor drei Jahren beim Album "Balls" tauschten sie den Stetson öfter mal gegen buttonbewährte Basecaps. Indierock und so. "Hello Love" war dann ein Konzeptalbum über Liebeslieder - und jetzt?


Jetzt schreibt Steve Adams Songs mit Zeilen wie "No-one wants to fuck you in this town", bei denen dann plötzlich eine blumige Psychedelic-Gitarre ein George-Harrison-Solo spielt. Klangen sie früher öfter mal wie der Sun-Records-Elvis, hören sie sich auf dem neuen Album eher nach dem New-Wave-Elvis an. Der Opener "Please Yourself" klingt sogar verdammt nach dem Costello-Klassiker "Pump It Up". Beides eindeutige Lieder über die Liebesbeziehung zur eigenen Hand. Auf dem vorherigen Album klang das noch etwas romantischer: "Love Your Man, Love Your Woman". Aber wie hat Woody Allen schon gesagt: "Onanie ist Sex mit jemandem, den man wirklich liebt." Aber, ach, Steve: Zieh vielleicht doch in eine andere Stadt. Da wartet auch jemand auf dich.

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