Jon Hopkins - Insides Artikelbild (groß)
 
BEWERTEN
 

Jon Hopkins

»Insides«

[Double Six / Indigo / VÖ 02.05.]

Text: Martin Büsser

Hier ist ganz großes Pathos angesagt, denn Hopkins behandelt elektronische Musik wie ein Symphonieorchester. Das bedeutet nicht, dass seine Stücke überladen wären, aber doch mit der ganz großen Geste eingespielt sind, die nicht einfach nur auf Tanzen, sondern auf Schwelgen setzt.

Irritierend ist bereits der Beginn, ein rein folkloristisches Instrumental, das wie der Auftakt zu einer Van-Morrison-Platte klingt. Will Hopkins damit andeuten, dass Elektronik der Folk der Gegenwart ist, was für die Rave-Tradition in Großbritannien ja auch durchaus Sinn macht?


Was nach diesem keltischen Auftakt folgt, umfasst auf alle Fälle die gesamte Klaviatur elektronischer Musik von Drum'n'Bass über Ambient bis House, umspielt - oder sollte man sagen: umspült - von wohligen Loops und Piano-Miniaturen, dargeboten auf präpariertem Klavier, das den Anschlag bewusst matt klingen lässt. Jon Hopkins, Produzent von Coldplay, gelingt die Gratwanderung: Er landet nie in den elektronischen Kitsch-Gefilden eines Jean Michel Jarre, sondern verknüpft das romantische Gefühl von Weite und Erhabenheit mit handfestem Dancefloor. Wäre ECM kein Jazz-, sondern ein Electro-Label, es würde heute solche Platten veröffentlichen.

Fan werden? Anmelden oder einloggen!



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
Insides, Jon Hopkins
Intro.de Künstlerseite von Jon Hopkins
Alle Artikel von Martin Büsser
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • Nächste Tour-Termine

  •  
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
Anzeige
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.