The Horrors
»Primary Colours«
Text:
Raphael Schmidt
Die Jeans werden immer enger, die Sounds düsterer, die Stimmen tiefer. The Horrors gehen den nächsten logischen Schritt und entwickeln ein schrilles Zweitwerk zwischen Gruft, Love und Ian Curtis.
Und das klingt so grandios, dass man sich vom ersten Ton an aktiviert fühlt. Das mag zum Teil daran liegen, dass die Produktion von Portishead Geoff Barrow in einem schlichten, aber aufregenden 70er-Stil gehalten ist, zum anderen daran, dass Faris Badwan sich schon fast so anhört, als sei er tatsächlich der junge, störrische Ian Curtis.
Und bei so einem Sound fällt der Blick natürlich schnell auf den Bass, dort liefert ein Styler namens Spider Webb eine wirklich gute Leistung ab, viel von der düsteren Stimmung geht auf sein Konto. Doch so düster das insgesamt auch sein mag, so hell scheint es einem ins Herz bei Zeilen wie diesen: "And when I told her I didn't love her anymore - she cried. And when I told her the kisses were not like before - she cried. And when I told her another girl had caught my eye - she cried. And then I kissed her, with a kiss that couldn't mean goodbye."
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