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Sorry Computer

»Everybody Sounds Great«

[Floff / Edel]

Text: Christoph Büscher

Wahrlich opulent! Sorry Computer eröffnen ihr Debüt gleich mit Streichern, Posaunen, Xylofon und Spinett und mit einer richtigen Hymne: "Softer Days" klingt eigentlich gar nicht wie ein Auftakt, sondern wie der fulminante Abspann einer großen Pop-Oper, bei der sich die Akteure vor der finalen Verbeugung noch mal voller Rührung in den Armen liegen und tränenüberströmt ins Publikum winken.

Tobias Spreng (sonst bei der Monsieur Mo Rio Band) und Putte (Putte & Edgar) stehen eben auf üppigen 60s-Orchesterpop. Nachdem die beiden Songwriter zunächst als Gitarren-Duo unterwegs waren, ist Sorry Computer jetzt zur sechsköpfigen Band gewachsen, die auf ihrem ersten Album alle Register zieht.

Die Songs sind durchweg freundlich, verspielt und detailbesessen, in manchen Momenten mit leicht Pavement'schem Indie-Rotz ("Organic Food Store", "Coming Home"), dann wieder zuckersüß wie eine Mischung aus Belle & Sebastian, den Beach Boys und Kings Of Convenience. Selbst wenn die Kitschgrenze bei "Music Makes Me Love People" beinah erreicht ist, bleibt das Ganze natürlich eine großartige Sache. Und warum auch nicht. Ein so charmantes "Friede, Freude, Eierkuchen"-Erlebnis muss ihnen erst mal einer nachmachen.

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