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The Whitest Boy Alive

»Rules«

[Bubbles / Groove Attack]

Text: Mario Lasar
[15 Kommentare]

Das Cover zeigt eine Warteschlange in Form des Buchstaben "R" (wie in "Rules"). Scheinbar ein Symbol für Verhaltensregeln, die auch in den Songs auf diesem zweiten WBA-Album eine wichtige Rolle spielen.

Manieren erleichtern das Miteinander, aber gleichzeitig stehen sie oft in Kontrast zur menschlichen Natur. "Keep A Secret" heißt das erste Stück, das, wie könnte es anders sein, von der Schwierigkeit handelt, ein Geheimnis zu bewahren. Das Geheimnis als Scharnier, das zwei Menschen miteinander verbindet und Nähe herstellt. Nähe herzustellen ist eine der grundsätzlichen Qualitäten von WBA. Sie grenzen sich damit ab von zeitgemäßen, Distanz stiftenden Verwirrungsgesten, die eine Band wie Animal Collective kultiviert hat. Das macht diese nicht schlechter, aber es wird doch ein anderer Zugang evoziert. Von der Haltung her führen WBA mit zeitgemäßen Mitteln das fort, was Everything But The Girl in den 80ern initiierten, nämlich, eine Trost spendende Musik zu schaffen, die davon erzählt, wie Menschen miteinander umgehen. Häufig legen die Songs von WBA die Zwischentöne frei, die in der Kommunikation oft nur unterschwellig erkennbar sind. Die Texte betonen den Beziehungsaspekt zuungunsten des Inhaltsaspekts. So etwa den Umstand, dass man etwas erst dann haben will, wenn es nicht mehr da ist ("Intentions"). In jedem anderen Kontext als Popmusik könnte man diese Themen für Allgemeinplätze halten, aber Pop, wie WBA ihn verstehen, definiert sich ja gerade über Prägnanz und universale Zugänglichkeit. Die Beschreibung archetypischer Verhaltensmuster bringt außerdem ein hohes Maß an Vertrautheit hervor.


Die Musik, sie ist housiger geworden als auf dem ersten Album "Dreams", orientiert sich mehr an den tollen, energiesprühenden Konzerten der Band. Das bedeutet jedoch nicht, dass man jetzt auf undifferenzierten Ravesound setzen würde. Tatsächlich führt die an Metro Area und den gesamten Sound des Environ-Labels erinnernde Ausrichtung des Albums die Sensibilität fort, die auch Erlend Øyes Worte bestimmt. WBA haben eine anti-eskapistische Tanzplatte gemacht, die die Beweggründe, weshalb man tanzt, in den Texten gleich mitliefert. (Zu einem ohnehin schon super Stück wie "1517" tanzt man gleich noch mal so gern für die Zeile "Freedom is a possibility only if you're able to say no".) Und das Prinzip der Interaktion, das den Texten zugrunde liegt, ist natürlich auch konstitutiv dafür, wie der warme, geschliffene Sound der Band zustande kommt. Selten zuvor hat man einen Elektronik-Act erlebt, bei dem die einzelnen Musiker so sehr aufeinander eingehen.

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  • User: maksmaks
  • maksmaks 05.03.2009 | 20:34:16

    " Dienstag, Februar 17, 2009

    each track DOES NOT describe a different rule


    It is not clear where the following sentence came from, but what's clear:
    it's totally wrong !...

    "The album will follow up their well received 2006 debut
    Dreams, and takes its title due to the fact that each and
    every track describes a different rule."

    each track DOES NOT describe a different rule.
    you know we don't talk about our music and words, but this thing was so wrong, we had to intervene.

    marcin & erlend"

    http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=41053402&blogId=471278031

  • User: maksmaks
  • maksmaks 06.03.2009 | 18:38:47

    der link ist doch im kommentar.
    vom myspaceblog der band.

  • User: Schlüter Zwei
  • Schlüter Zwei 06.03.2009 | 19:22:24

    Woher sie das zitiert haben bzw wo sie's fanden...

  • User: pirkole
  • pirkole 07.03.2009 | 01:15:37

    die platte ist sofort wieder verkauft worden (solange sie bei amazon noch was wert ist). ich hatte mir sehr viel mehr erwartet als so schlecht angejazzte dünn-produzierte mädchenmusi.

  • User: snorej
  • snorej 07.03.2009 | 09:36:51

    pirkole, du scheinst ja ein richtig harter kerl zu sein?

  • User: marylin monrose
  • marylin monrose 07.03.2009 | 14:21:46
    ich will keine freunde
    scheint mir auch so. weiß allerdings nicht, was man so erwartet, wenn man ne platte kauft, auf der erlend oye singt. jungsmusi? die hosen?

  • User: snorej
  • snorej 08.03.2009 | 10:21:37

    angechopint
    schöne kreation.

  • User: rockotron
  • rockotron 10.03.2009 | 02:13:20
    lackaffe
    dünn-produzierte

    jaja, hauptsache dick produziert...

  • User: pirkole
  • pirkole 10.03.2009 | 23:30:27

    Tschuldigung ihr Ästheten. Aber als ich das geschrieben habe, kam ich just vom Judas Priest Konzert. Habt ihr jetzt auch was zur Platte zu sagen, oder nur zu meiner Meinung?

    Editiert von pirkole am 10.03.2009 23:30:52

  • User: snorej
  • snorej 12.03.2009 | 20:42:57

    naja um judas priest zu hören muss man in der tat ein ziemlich harter kerl sein.
    painkiller ist und bleibt eine metalgranate.

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