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Fiva

»Rotwild«

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Text: Barbara Streidl

Fiva ist 'ne Rakete. Im Radio bei ihren Sendungen "Fivas Reim auf die Welt" wöchentlich auf on3radio und "Fivas Ponyhof" zweiwöchentlich auf FM4. Als Poetry Slammerin, als Buchautorin, als Münchner Labelinhaberin - gemeinsam mit ihrem DJ-Partner Radrum - und natürlich als Rapperin.

Sie mag den Oldschool-HipHop, was man ihrem neuen Soloalbum "Rotwild" sofort anhört. Das erinnert an Tribe Called Quest, Gang Starr, die frühen Massive Töne. Fiva flowt mit warmer Stimme, im Hintergrund laufen echt wunderbare soulige Bläsersamples ("Hauptstadtfieber", "Kleinkunst", "Süd sehen"), und die Texte machen einiges her. Keine dicke Hose, kein Unterschichtenterror, dafür smooth elaborierte Ansagen. In "Sowieso Ich" schimpft sie auf "Musikjournalisten, Anti-Feministen und alle, die nichts machen". Und die luschigen Frauen nimmt sie sich auch zur Brust: "Du bist kein Hello-Kitty-Mädchen, sondern du bist Deutschland", "hör auf deinen Körper, denn dein Körper hört dich nicht". Produziert von MC Flip von der österreichischen HipHop-Crew Texta, der auf dem Stück mit der großartigsten Trompete, "Ab und zu feat. Flip", mittut. Freundlich und ab und an melancholisch nennt sie sich selbst "Goldfisch und kein Haifisch im Wasserglas". Stimmt.



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