Wolfgang Frisch - The Hundred Artikelbild (groß)
 
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Wolfgang Frisch

»The Hundred«

[Shield & Spear / Groove Attack / VÖ: 26.09.2008 ]

Text: Florian Obkircher

Sofa Surfer auf Solopfaden die Dritte. Nach Wolfgang "I-Wolf" Schlögl und Markus Kienzl nutzt nun Gitarrist Wolfgang Frisch die Schaffenspause von Wiens Digital-Dub-Kaisern, um seine eigene Handschrift zu verfeinern.

Schon immer war Frisch jener Wellenreiter, der die experimentellen Krümel aufs Sofa gebracht hat, der Surfer, der gerade beim letzten, selbst betitelten Epos für die Prise Psychedelia gesorgt hat. Und genau da setzt "The Hundred" nun an, obwohl der Opener "Perpetually" erst mal eine falsche Fährte legt. Denn so cosy sich das Klavier hier mit Gastvokalist Steve Mathewson bettet, so kantig offenbart sich der Rest des Albums.

"Gulag" zum Beispiel paart AmRep-Gitarren mit polterndem Bigbeat. Das post-rockige "At The Gates" flirtet mit orientalischen Streichern, "The Crossing" versucht gleich all diese Elemente in einem Track zu vereinen. Plus freigeistigem Saxofon, nicht zu vergessen. Das ist alles sehr üppig und funktioniert als Seitenarm des Sofa-Surfers-Stroms gut, lässt allerdings ein wenig die Stringenz wie Konsequenz des Mutterschiffs vermissen.

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