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Angil & The Hidd[e]ntracks

»Oulipo Saliva«

[Chemikal Underground / Rough Trade]

Text: Henrik Drüner

Da ist Mickael Mottet ganz konsequent: Schnaps ist Schnaps, und Plan ist Plan. Beim Primavera Festival beschlossen der Angil-Mastermind aus dem französischen St. Etienne und Altsaxofonist Francis Bourganel von The Hiddentracks, das kommende Album auf der klanglichen Grundlage von Blech- und Holzblasinstrumenten zu komponieren.

Außerdem bat Bourganel darum, komplett auf E-Dur-Akkorde zu verzichten, weil das auf der Kanne immer zu Komplikationen führe. So weit, so plausibel. Mottet reizte die Vorgabe schließlich so weit aus, nicht nur auf der ganzen Platte auf das E - sowohl als Ton und Akkord als auch in den Songtexten - zu verzichten, sondern der Begleitband auf dem Cover sogar den einen Buchstaben zu schwärzen. Nach "Teaser For: Matter" von 2004 deckt "Oulipo Saliva" noch stärker die extremen Stile ab und reicht von symphonischem Folk bis hin zu verschlepptem HipHop und angedeuteten Jazz-Anleihen. Mit Robert-Wyatt-Timbre und dem zwölfköpfigen Ensemble im Rücken sprechsingt sich Mottet durch intelligente, charmante und annähernd einzigartige Preziosen. "Took No Drugs, Had No Drink (It All Was in Our Minds)" klingt so, wie es der Titel andeutet, "In Purdah" möchte man mit auf die Insel nehmen.






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