Bart Davenport
»Palaces«
[Locomotive / Soulfood]
Text:
Klaas Tigchelaar
Wo Josh Rouse und Belle & Sebastian über zu viele eindeutige 70er-Referenzen schnell hinweggehen, legt Bart Davenport sich erst richtig rein.
Saxofone, Glockenspiele, Hammondorgeln-Chimes, gequetschte Fuzz-Gitarrenlicks und eintausend Versatzstücke aus alten US-Fernsehserien-Titelmelodien, da hat er keine Berührungsängste und wirkt dabei erstaunlicherweise nicht mal peinlich. Wohl auch, weil er den Schmalz trotz aller glattpolierten Oberflächlichkeit jederzeit im Zaum hält und die Band in den besten Momenten die volle Phillysound-Breitseite loslässt. Irgendwo zwischen den Delfonics, Booker T. und Score-Komponist Mike Post holt Davenport einen Sound in die Gegenwart, der zumindest in seiner Interpretation durchaus ansprechend wirkt.
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