D-Flame
»Stress«
Text:
Uwe Buschmann
D-Flame, ein Name wie eine Fackel. Sein Tiefbass-Organ flammt halt nun mal alles weg. Punkt. Mittlerweile veröffentlicht er unter eigener Label-Flagge. Wohl dem, der so unbeschadet aus dem Platzen deutscher HipHop-Träume hinausfand.
Und jetzt, wo also eh alles ihm gehört, scheint er auch seine Stimmfrequenzen noch mal tiefer gelegt zu haben. Und daher hört man "Stress" nicht nur mit dem Ohr, sondern auch im Rückenmark. Zusammen mit den Beats, die sich geschickt aus HipHop-, R'n'B- und Dancehall/Reggae-Gefilden rekrutieren, ergibt sich so eine reizvolle Mischung. Selbst für Balladen wie "Es tut mir leid" bräuchte er eigentlich noch einen Waffenschein, selbst bei Stücken wie "Immer noch" scheint hinter dem schunkelnden Karibikflair schon der nächste Tsunami zu lauern. In der Ruhe liegt der Sturm. "Stress" zeigt einen MC, der nicht aufgeben wird. Kein wendehälsiger Charts-HipHop, sondern die stilerprobte Vortragsweise höchstpersönlicher Anliegen.
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