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Fussel

»Planet Egmond«

[Zoikmusic / Broken Silence / VÖ: 14.11.2008 ]

Text: Nina Scholz

Fussel, das sind Rupert und Egmond, die den Hörer in ihr Universum entführen und ihm zeigen wollen, was für verrückte Kerle sie sind.

Leider sind ihre kreativen Mittel, um diese musikalische Reise zu gestalten, so beschränkt wie gewöhnlich: Seit Jahren müssen für diese Art Musik immer wieder C64-Gepiepe, Nintendo-Referenzen, Kraftwerk-Geschlaumeier und Fischmob-Imitationen herhalten. Um ihre Craziness zu illustrieren, verkleiden sich die beiden und fotografieren sich für das Albumcover in einem übermäßig dekorierten WG-Zimmer. Die Formel, um ein verrücktes Universum zu erschaffen, ist nicht zwangsläufig "Viel hilft viel", und so wird aus einem lustigen Ausflug, der ganz konservativ mit dem Opener "Hello" beginnt und mit "Good Bye" endet, bloß ein nervöser und bisweilen stumpfer Schleudergang, bei dem die immer gleiche Masse aus Geräuschen, Beats und Piepsern an einem vorbeirast. Schade eigentlich, denn in den wenigen Momenten, in denen sie ihren Liedern Luft zum Atmen geben, stampfen Electrobeats los, deren Kompression und Nervosität selbst für ein Duo wie Adult würdig wären. In Liedern wie "Thong" beweisen sie, dass man mit einem treibenden Bass und wenigen Effekten manchmal wirklich in die Zukunft blicken kann. Im Gegensatz zu dem quietschenden, bemühten Computersound, der eher an eine Schrottkiste als ein fernes Universum erinnert.







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