I Heart Hiroshima - Tuff Teef Artikelbild (groß)
 
BEWERTEN
 

I Heart Hiroshima

»Tuff Teef«

[Weatherbox / Al!ve / VÖ 05.12.]

Text: Martin Riemann

Was ist das eigentlich für ein seltsamer Trend, auf den Bass als Instrument zu verzichten? Ist in der Krise der Bassist der Erste, der gefeuert wird? Wurden bei den Lehman Brothers auch zuerst die ruhigen Typen im Hintergrund freigestellt?

Der Indiepop der Australier I Heart Hiroshima ist jedenfalls komplett basslos. Dafür hat das Trio zwei Gitarren, die in ihrer Stimmung gerne an Sonic Youth erinnern, und melodiösen, dynamisch wechselnden Boy/Girl-Gesang. Die stakkatoartigen ineinander flirrenden Gitarrenläufe erreichen in melancholischen Stompern wie "Punks" oder "Crimes" eine spröde Schönheit, die direkt ins Blut geht und sofort abhängig macht. Über das ganze Album hinweg muss man die nadelstichartigen Ostinati und den leicht hysterischen Teenage-angst-Gesang von Matthew Somers aber schon sehr schätzen, um sich nicht die balsamartige Erdung eines Bassinstruments zu wünschen. Aber wahrscheinlich ist genau das der Punkt, und davon abgesehen ist "Tuff Teef" so voller Energie, überwältigenden Gefühlen und guter Hooks, dass I Heart Hiroshima auch ohne Bassline für Aufsehen sorgen werden.







Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 

Platten vor Gericht: Highlights

Platten vor Gericht: Highlights

Die wichtigsten Alben des Monats - und die härteste Jury der Welt. Jetzt mitmachen! [...mehr].

 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]