A Life, A Song, A Cigarette - Black Air Artikelbild (groß)
 
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A Life, A Song, A Cigarette

»Black Air«

[Siluh / Broken Silence]

Text: Christoph Dorner

Wien, du bist ein Taschenmesser. Nach Ja, Panik sticht mit A Life, A Song, A Cigarette nun schon der zweite Österreich-Export in diesem Jahr aus der Indie-Dienst-nach-Vorschrift heraus.

Gut, man muss nicht lange suchen, um eine Referenz für das Songwriting von Stephan Stanzel zu finden, denn anstatt irgendetwas in Richtung "Die machen so Indie-Folk ..." zu haspeln, kann man ALASAC ruhig komplexitätsreduzierend die österreichischen Bright Eyes nennen. Machen eh alle. Und zwar jene zu Zeiten von Obersts Geniestreich "Lifted (Or The Story Is In The Soil, Keep Your Ear To The Ground)", am besten nachhörbar an der rumpeligen Omaha-Folklore von "Devil".

Der Opener "Babyface" und "Near" dagegen sind warm instrumentierter Residual-Emo nahe bei den späten Get Up Kids, zumal Stanzels etwas angestrengtes Organ beständig an Matt Pryor erinnert. Und wie rund diese Burschen erst von dem Songwriter-Kleinod "Black Air" in den flirrenden Power-Pop von "Truth" turnen - na, Respekt. Überhaupt wird das Album gen Ende immer besser, eben weil hier im jugendlichen Übermut so viele Ausfahrten genommen werden: Country, Americana, Postrock. Was vergessen? Die Heimatstadt bekommt auch noch ihre Hommage: "This town is driving me mad" grölt Stanzel in "Simmering" (nach Simmering: dem Wiener Arbeiterbezirk). Siehe erster Satz.



[d]



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