+/- {Plus/Minus}
»Xs On your Eyes«
Text:
Holger Wendt
Wie wäre die Welt ohne Bipolaritäten? Die Antwort lautet: grau und eindimensional. Die New Yorker +/- tragen den absoluten Gegensatz bereits über die Sonderzeichen in sich und fahren auch in musikalischer Hinsicht mehr als zweigleisig.
Drummer Chris Deaner trommelt nebenher auch noch für Kelly Clarkson. Das soll in keinster Weise diffamierend wirken, sondern einfach nur die umtriebige Seite der Band vor Augen führen. Kunst und Kommerz gehen Hand in Hand - das eine bedingt das andere. Das Geld wird also mit der Clarkson verdient, der Passion geht Deaner mit +/- nach. "Xs On Your Eyes" spielt ebenfalls mit Polaritäten, jedoch mit solchen, die sich schon seit Jahren immer weiter angeglichen haben. Die Rede ist von Indiepop und Indietronic. Der Opener "Tired Eyes" schlägt dann auch gleich in die bekannte Kerbe. "Snowblind" wächst zu einem ersten Höhepunkt des Albums, der nächste folgt erst mit dem Titeltrack. Leider fehlen manchmal die Prägnanz und die Aha-Momente der Vorgängeralben "You Are Here" und "Let's Build A Fire".
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