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A Place To Bury Strangers

»A Place To Bury Strangers«

[Rocketgirl]

Text: Klaas Tigchelaar

Stereoanlage kaputt? Nee, das soll wohl so. Seit The Jesus And Mary Chain zwar wieder live spielen, aber noch keine neue Platte rausgebracht haben, ist man das ja auch nicht mehr gewohnt, dass Bands einfach mal die ganze Aufnahme durch den Verzerrer jagen.

Das Trio aus Brooklyn holt die schwebenden Momente der Shoegazer-Ära zurück, mischt ein bisschen Industrial drunter und verbeugt sich am Ende auch noch vor Joy Division. Während das getriggerte Schlagzeug und die sägenden Gitarren und/oder Synthies die Maschinenhalle machen, versinkt die Stimme von Sänger/Gitarrist Oliver Ackermann im tiefen Brunnen der Melancholie. Eine hypnotisch krachende Grenzerfahrung, die jedoch nicht der kurzen melodiösen Elemente entbehrt. Wie passend, dass der chief of destruction Ackermann unter dem Label Death By Audio nicht nur ein Konzert-Venue und ein Tonstudio betreibt, sondern auch noch ziemlich zerstörerisch tönende Effektgeräte zusammenschraubt. Letztes Jahr als Zehn-Track-Album in den USA erschienen, gibt es das faszinierend konsequente Debüt nun gemastert und mit fünf weiteren Songs demnächst bei rocketgirl.co.uk immerhin für weniger Porto. Noch einfacher geht's natürlich via iTunes.






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