Jay Reatard - Matador Singles 08 Artikelbild (groß)
 
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Jay Reatard

»Matador Singles 08«

[Matador / Beggars / Indigo]

Text: Christian Steinbrink

Kommt hier das große Garage-Revival? Jay Reatard scheint jedenfalls gerade zu einem richtig heißen Ding zu mutieren, obwohl sein Stil zuletzt eher einen süßen Dornröschenschlaf schlief.

Jetzt aber sind alle aufgeschreckt, das Matador-Hauptquartier quoll über mit Bestellungen, die nicht erfüllt werden konnten, sodass man die zuletzt erschienenen monatlichen Singles Reatards nun mehr oder weniger notgedrungen auf CD zusammenfasst. Dieses überraschend große Faninteresse ist allein musikalisch nicht zu erklären, denn Reatard erfindet das Rad sicher nicht neu. Er ist einfach nur eine Spur poppiger als Beat Happening, das Dub Narcotic Sound System oder einige andere Bands, die über Labels wie K, Crypt und Amphetamine Reptile in den 1980ern und 1990ern kleinen Ruhm einfuhren. Nichtsdestotrotz ist er gut, ein rotziger Lo-Fi-Punk-Act mit Songs, die schnell zur Sache kommen, und hat als solcher jede Aufmerksamkeit über das normale Maß hinaus verdient. Und es wäre nur zu schön, wenn anstatt des elenden New-Rave-Quatsches auch mal wieder Musik wie diese auf den Tanzfluren der kleinen Discotheken der Republik laufen würde. Mit Reatard könnte das klappen. Lasst uns alle daran arbeiten.








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