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Skeletons

»Money«

[Tomlab / Indigo]

Text: Henrik Drüner

Möglicherweise liegt es an der magischen Formel, die sich hinter allem verbirgt: "There is a simple way to get trough the day, if you like magic tricks." Und was man nicht einordnen soll, was man nicht fassen kann, muss beschrieben werden.

Die komplette Kreuzung Ecke 4th / Atlantic Avenue quillt über vor gelber Taxen. Ein vielstimmiger Chor von Autohupen füllt den Raum, der den Namen "Fill My Pockets Full" trägt. Zu zwei wechselnden Klavierakkorden sitzt Matthew "Matt" Mehlan tagträumend am Fenster und sinniert: "Maybe if I pray, the sun will shine for me ... but I don't have the time." Keine Zeit, keine Zeit.

Für Songs wie "Unrelentinglessness" braucht der Hörer viel Zeit, noch mehr Muße und einen gut sortierten Apothekenschrank. Denn das Album "Money", Skeletons fünftes und die Premiere auf Tomlab, strapaziert konventionelle Hörerfahrungen. Gesangswirrwarr, Bläserangriff, Rumpelschlagzeug und andere Klangutensilien sorgen in ihrem Mix für Teilzeitirritation. Bei "Ripper a.k.a. The Pillows" befinden sich übersteuerte Trompeten auf Nashornjagd, im Hintergrund scheppern unzählige Aufnahmespuren, um Klarheit zu verhindern. Die New Yorker Band wird wissen, was sie sich dabei gedacht hat. Früher firmierten sie unter Skeletons And The Girl-Faced Boys oder Skeletons And The Kings Of All Cities. Der Bandname wurde eingedampft, das abseitige Musizieren ist geblieben. Ausnehmend schön: "The Things", ebenso "The Masks". Dranbleiben.



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